Einer ist immer das Arschloch!

 

Einer muss ja das Arschloch sein!
 
Es ist schon komisch, wenn Menschen über längere Zeit in Gruppen zusammen sind: Immer ist einer der Chef und einer das Arschloch. Das fängt schon im Kindergarten an: Der Chef ist der Stärkste, Älteste, Klügste, eben der, der am meisten zu sagen hat. Das Arschloch ist dementsprechend der Kleinste, Jüngste, hat einen Sprachfehler, rote Haare und Sommersprossen, was auch immer: Alle hacken auf Ihm herum! Nun sollte man meinen, wenn man als „Kindergartentante“ den kleinen Mitmenschen in eine Andere Gruppe gibt, herrscht eitel Sonnenschein, aber: Weit gefehlt: Jemand Neues rückt an die Stelle des „Alten“ Arschloches. Die Kinder brauchen anscheinend jemanden, an dem Sie Ihren Frust ausleben können. Kinder können ja so grausam sein.
Dann kommt die Schule, da gibt es dann den Topsportler, den Streber, den Klassenclown und: Man höre und staune: Das Arschloch! Sollte der arme Kerl, der die Rolle im Kindergarten inne hatte das Glück haben in eine Schule zu kommen, an der man Ihn nicht kennt, wird er alles daran setzen, zu den Mitläufern zu gehören, oder eine der anderen Rollen zu übernehmen: Nie wieder Arschloch. Allerdings: Es gibt in jeder Klasse Einen, der in die Rolle gedrängt wird, immer! Jugendliche können so grausam sein!
Arbeitsleben. Maloche in einer Gruppe. Lassen wir die offiziellen, von wem auch immer ernannten Chefs mal außen vor: Einer unter Gleichen hat immer das sagen, auf einem Anderen hackt die komplette Mannschaft herum. Mobbing heißt das auf Neudeutsch, offiziell versucht man das zu unterbinden. Was macht aber das arme Arschloch, wenn die ernannten Führer auch jemanden brauchen, auf den Sie alles abwälzen können? Kündigen? Dann überlassen Sie Ihren Platz nur jemand anderem. Einer muss ja das Arschloch sein.
Nun gibt es aber auch größere Gruppen, da gibt es dann halt Gruppen von Führern, die von wem auch immer ernannt worden sind, sei es durch Geburt, Geld, Korruption, oder wodurch auch immer. Diese Führer brauche natürlich jemanden, auf den Sie Schuld abwälzen können, oder die Aufmerksamkeit der  trägen Masse von echten Problemen (Sich selbst?) ablenken!?
Beispiele aus der Geschichte gibt es viele: Im alten Rom hatte man die Neuentstanden Sekte der Christen, bei Brot und Spielen hatte die Bevölkerung Ihre Opfer. Die spanische Inquisition konnte ungehindert Menschen, vor allem Frauen zu Hexen erklären, man hatte seine Opfer. In der heutigen Zeit, wo Pornostars gesellschaftsfähig sind, Homosexuelle es endlich geschafft haben, in die Öffentlichkeit zu treten, Religionsgemeinschaften zumindest in Deutschland nicht mehr (offen) angefeindet werden, haben es die Führer schwer. Sollte man meinen. Weit gefehlt, liebe Leute! Da erfindet man einfach ein „Nichtraucherschutzgesetz“. Tolle Sache: Unter dem Deckmäntelchen, eine Gruppe zu schützen, diskriminiert man eine Andere! Im Anti Diskriminierungsgesetz wird die (Gar nicht so kleine Gruppe der Raucher nämlich ausdrücklich nicht geschützt! Außerdem kommt die Welle auch noch vom Großen Bruder (Wie übrigens auch der Tabak!) Wie gefährlich rauchen sein kann erkennt der Fachmann schon alleine daran, dass in den USA ein Ministerium für Tabak und Schusswaffengebrauch existiert - wobei allerdings jeder das Recht auf Schusswaffen hat!  Jedenfalls hat die neue Inquisition den Rauchern den Kampf angesagt, man hat sein neues Arschloch! Politiker können ja so grausam sein!
Aber, wir Raucher können uns wehren: Last uns ALLE aufhören zu rauchen! Das einzige Problem an der Sache ist nur: Einer ist immer das Arschloch!  
 
RE: Einer ist immer das Arschloch!
Menschen sind, atavistisch betrachtet, nun einmal Rudeltiere. In jeder Gruppe gibt es eine Beißordnung, die dafür sorgt, daß ein jeder in der Gruppe seinen Platz und somit die Rangfolge kennt.

Was uns Menschen vom Tier unterscheidet, ist die Möglichkeit, über eben dies zu reflektieren. Das machen Sie — nur bitte auch einen Schritt weiterdenken:

Jeder weiß, wer in der Gruppe die Arschkarte gezogen hat. Am besten natürlich das Arschloch selbst. So etwas läßt sich dann hervorragend instrumentalisieren. Entweder vom Rüdelführer selbst — falls er Applaus mag, wird er im Arschloch einen dankbaren Claqueur finden. Einfach dafür, in Ruhe gelassen zu werden. Aber auch die anderen ranghöheren sind doch für Applaus empfänglich. So wird der zum Arschloch manipulierte zum Manipulierer. Und wirft die Rangordnung um. Denn die ist ja nicht starr — sonst gäbe es keine Evolution.

Heinz_OH
GabrieleLins | 03.08.08 |  09:16  Uhr
RE: Einer ist immer das Arschloch!
Habe ich gelacht, weil der Artikel eben diesen hintergründigen Humor aufweist. Allerdings weist er noch etwas anderes auf: Harte Realität.
Einer ist immer das Arschloch! Wie wahr! Und es fängt tatsächlich im Kindergarten an.
Nur das Thema Rauchen. Gehört das wirklich hier hin?

Liebe Grüße GabrieleLins
Susan Heat | 02.08.08 |  21:12  Uhr
RE: Einer ist immer das Arschloch!
Nun. Hart, aber wahr.
Einer ist immer das Arschloch!

Einer mehr, der andere weniger.
Aber ehrlich gesagt, gibt`s ja schon `ne Menge davon.
Vermehren die sich eigentlich?
Oder mutieren sogar?
Werden Sie etwas auch schon In-Vitro gezeugt?
Oder ist das nur der ganz normale Verfall unserer Gesellschaft und die Arschlöcher sind das sichtbare Ergebnis?

*stöhn
Wenn das wahr ist, ist das ganz schön arschig ....

Herzlichst
Susan Heat
should | 02.08.08 |  21:02  Uhr
RE: Einer ist immer das Arschloch!
Einerseits lustig zu lesen...andererseits...finde ich die logische Schlussfolgerung etwas an den Haaren herbeigezogen.
 

 

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