Die Fratze des Todes?

Die Fratze des Bösen?

Wer kann sich nicht mehr erinnern, an die Schlagzeilen des Sommers 2010?

Auf einer entfernten Insel im Arktischen Ozean war ein Vulkan ausgebrochen, ein Vulkan mit einem nahezu unaussprechlichen Namen, der bald schon in aller Munde war.

Eine der bekanntesten deutschen Tageszeitungen veröffentlichte eine Radaraufnahme der Krater mit der etwas reißerischen Bildunterschrift: "Die Fratze des Bösen!" 

Das Bild habe ich in einem Geothermalen Gebiet im Hochland Islands aufgenommen, der Krater des Geysirs hat einen Durchmesser von etwa 20 cm, zugegebenermassen stellt das kochende Wasser eine Gefahr dar, zumindest, wenn man hinein faßt. Aber, wer faßt in einen Topf mit brodelndem Wasser? Soweit zu: "Die Fratze des Bösen".  Die Insel im Nördlichen Eismeer ist ein Ziel für Naturliebhaber, Ballermanntypen werden nicht viel Freude daran haben, Stundenlang durch Menschenleere Landschaften zu wandern!  Die Weltwirtschaftskrise hat dafür gesorgt, dass es einigermassen erschwinglich geworden ist, einige Zeit auf Island zu verbringen, von günstig kann allerdings auch Heute nicht die Rede sein!  Ein Kleinwagen ohne Vierradantrieb kostet mindestens 70€ am Tag - ohne Sprit! Auch ein etwa 4 Quadrat Meter Zimmer ohne eigenes Badezimmer schlägt mit 70€ zu Buche! Dagegen sind die Zeltplätze mit etwa 6€ pro Person geradezu geschenkt, wenn man denn den mangelnden Komfort in Kauf nimmt - zumindest auf Einigen!  Die Warmwasserversorgung funktioniert via Fernwärme, was zur Folge hat, dass ein permanenter Schwefelgeruch in der Luft hängt. Zähneputzen kann eklig sein! Genug gemeckert! Island ist eine wildromantische Insel, einladend vor Allem für Naturbegeisterte, denen ein wenig Regen nicht ausmacht. Man kann stundenlang einsam durch Lavafelder wandern, wenn man genug hat, stellt man sich an die nächste Strasse und wartet auf den Bus. Oder: Man hält den Daumen ´raus, Isländer nehmen gerne Anhalter mit! Deutsch ist Schulfach - Unterhaltung also meist möglich. Ich habe mich meist mittels öffentlichen Bussen fortbewegt, man kann aus- und einsteigen, wo man möchte! An interessanten Ecken macht der Bus Pause, man hat Zeit, die Gegend zu erkunden.  Manchmal ist es möglich, von einer Attraktion zur nächsten zu wandern, auch Fahrräder werden befördert, sofern Platz im Gepäckraum ist! Man kann also seinen Trip individuell gestalten. Ein besonderes Erlebniss stellt die Spalte zwischen den Kontinentalplatten von Amerika und Europa dar, Hier hat man die Möglichkeit, zwischen den Kontinenten zu wandern, schon die Wikinger haben hier Ihre Gerichtstage abgehalten, ohne wirklich zu wissen, welch besonderen Platz Sie dafür gewählt hatten.  

Island: Immer wieder gern!   (Galerie gibt´s auch: Siehe Startseite!)

 

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